FeierAbend mit Lorenz & Kollegen am Freitag, den 27.10.2017 in der Kulturfabrik Roth

Wenn ein Unternehmen zum "FeierAbend" in die Kufa einlädt, kann sehr Gutes herauskommen – wenn die Mischung stimmt. Das tat sie bei den Auftritten von Businesscoach und Schauspieler Lutz Herkennrath ("Ritas Welt") und des fränkischen Komikers Sven Bach beim FeierAbend mit Lorenz und Kollegen. Fröhlich frei blickte Herkenrath auf den unrühmlichen Beginn seiner Fernsehkarriere zurück. Als 33-Jährger hatte er eine Theatervorstellung wegen eines Bahnstreiks verpasst. Als Zuschauer wäre das schon ärgerlich gewesen. Er war aber Hauptdarsteller eines Stücks, das auch noch "auf toten Gleisen" hieß. Die Ausfallkosten, die er tragen musste, zwangen ihn, bei Fernsehsendern um Drehtage zu betteln, weil er dringend Geld brauchte. Ohne die Notlage "hätte ich das niemals gemacht", so der erfolgreiche TV-Schauspieler.

In anderen Fällen gingen ähnliche Probleme im großen Stil leider anders aus. Herkenrath erinnerte an Fluggesellschaften, deren Chefs den Konkurs abwenden wollten, die Mitarbeiter aber entsprechende Angebote ablehnten und damit das Firmenende beschworen. "Das ist wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod."

Laut Verhaltensforschern entscheide der Mensch zu 96 Prozent emotional – der Verstand bemühe sich danach, Gründe fürs eigene Verhalten zu finden. Das Problem liege in einem innerseelischen Konflikt. Im Menschen gebe es den weitsichtigen Strategen mit Verstand. Doch dieser "Reiter" habe leider einen Elefanten als Reittier mit dem Doppelgrundsatz: "Schmerzen vermeiden und Freuden vergrößern." Damit sich diese Gegensätze vereinen, "müssen beide miteinander reden", so Herkenrath. Gelinge die Kommunikation, würden die Dickhäuter sogar anfangen zu fliegen.

So könne aus der großen Vision des Reiters ein überschaubares Ziel für sein Tier werden. Denn es braucht "den Treibstoff Hoffnung". Ergänzend dazu aber heiße es: "Füttern Sie Ihren Elefanten" — zum Beispiel mit Anerkennung. Oft sei das Problem allerdings, dass man die nicht bekomme. Dann solle man sie einfordern mit der Frage: "Was habe ich heute Gutes gemacht?"

Wichtig sei, dem eigenen Tun einen Sinn zu geben. Der stelle sich nicht ein, wenn man "Rettungswesten aus Beton" herstelle. Als Erdbebenhelfer nach der Katastrophe verzweifeln wollten, riefen sie sich ihren Sinnspruch ins Gedächtnis: "Rettest Du ein Menschenleben, rettest Du die Welt!"

Das mit der Anerkennung sei ja schön und gut, schaltete sich später Sven Bach ein. Doch sei im Fränkischen oft das Gegenteil gemeint, wie in dem Satz "Mach na so weider..." deutlich werde. Zum Glück aber verfüge der Franke, wenn es brenzlig wird, über einen "verbalen Radiergummi" namens "Hobbala" - das Wort erspare so manche Abmahnung.

Auch in den 96 Prozent sah Bach den Franken widergespiegelt, der "erst eine Meinung hat und dann die Argumente dafür sucht". So sei man von Eltern und Frau erzogen. Das Lernen aus Niederlagen, wie Herkenrath es vorschlug, sei überhaupt erst der Grund, "warum wir Clubberer sind!"

Er selbst halte es nicht so sehr mit dem Sport, außer mit dem besonderen Triathlon "Essen, Trinken, Schlafen". Als der Arzt ihm mediterrane Ernährung vorgeschlagen habe, wusste er gut zu kontern: "Das Schäuferla ist auch ein Krustentier!"

Am Ende habe er die richtige "sportliche Betätigung" gefunden. Seit er wisse, "dass drei Minuten Lachen 30 Minuten Joggen ersetzt", "setz’ ich mich in den Stadtpark und lach die Jogger aus".
(Bericht der Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung)

 

Bilder der Veranstaltung:

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